Samstag, 31. Dezember 2011

Ein Jahr geht zu Ende

Das Jahr 2011 ist fast vorbei, zählt nur noch wenige Stunden. Es geht einigermaßen versöhnlich zu Ende: Heute morgen fand ich in der Tüte mit üblicherweise acht Roggenkrüstchen neun von den Teilchen (das entschädigt für die Tüte mit den Schokoriegeln, wo ein Packung nur mit Luft gefüllt war. Ich habe auch schon die erste "Frohes neues Jahr"-SMS bekommen - von jemanden, den ich nicht einmal kannte. Aber nett, dass er an mich dachte...

Ich bereite mich gleich auf die Silvester-Party vor, auf die ich eingeladen bin. Es wird eine Kostüm-Party, und dank meines Fundus an Karnevals-Kostümen habe ich einige von meinen Freunden bei ihren Verkleidungen ausstaffieren können. Ich selbst bin mir mit meinem noch nicht ganz schlüssig. Meine Freunde haben mir zwar durchgängig zu einem ganz bestimmten geraten, aber das könnte vielleicht etwas kalt werden (das war ein Wink mit dem Zaunpfahl: ich habe nicht viel Stoff am Leibe, wenn ihr wisst, was ich meine...).

Was bleibt sonst noch von 2011? Einige sehr unangenehme Erinnerungen, einige ganz gute und die Hoffnung, dass 2012 ruhiger, angenehmer und freundlicher wird. Unterm Strich wird 2011 nicht unbedingt das Jahr meines Lebens werden. Mir sind eine Menge meiner Fehler deutlich geworden, ich habe erfahren, wer echte Freunde sind und wer mich belogen und enttäuscht hat. Und was nehme ich mir für 2012 vor? An erster Stelle, mit meinen Freunden mehr Kontakt zu halten und zu ihnen zu stehen, mehr Erfolg auf Arbeit zu haben, persönliches Glück zu finden.

Und natürlich wünsche ich allen meinen Freunden, Bekannten und allen Lesern meines Blogs ein

Frohes Neues Jahr 2012!

Happy New Year!

Bonne Année!

Feliz Año Nuevo!

Buon Capodanno!

Gullukkig Niuw Jaar!

Gott Nytt År!

Guads neis joa!

Es Guets Neus Johr

Dienstag, 27. Dezember 2011

Erster Trailer für "Der Hobbit"

Heute habe ich den ersten echten Trailer für Peter Jacksons neuen "Hobbit"-Film im Netz gefunden. Wie das so mit einem ersten Trailer ist, kann man noch nicht wirklich viel über das Werk sagen - aber eine Sache gefällt mir unheimlich gut. Der Moment, in dem die Zwerge ihr Lied anstimmen, ist für mich unglaublich stimmungsvoll und atemberaubend...


Ich glaube, da muss man bzw. kann man im Moment nicht mehr zu sagen...

Samstag, 24. Dezember 2011

Fröhliche Weihnachten !

Die Geschenke sind alle rechtzeitig besorgt und nun auch verpackt. Als Grobmotoriker, der ich beim Einpacken bin, ist mir das auch ganz gut gelungen. Ich hoffe, sie gefallen den Empfängern (und sind auch eine kleine Überraschung für sie); und ich gestehe, ich bin auch gespannt, ob und was ich bekomme. Das Programm für die nächsten Tage steht. Zeit also, euch allen, die ihr hier ab und zu reinschaut, eine frohe Weihnacht zu wünschen.


Frohe Weihnachten!

Merry Christmas!

Vrolijk Kerstfeest!

Joyeux Noël!

Buon Natale!

Feliz Navidad!

E guëti Wiënachtä!

Zalig Kerstfeest!

God Jul!


Und besonders liebe Grüße an alle Leser meines Blogs, vor allem an Manu und Ole, Robert, Rüdiger, Steve und Christin, Klaus, Alex und Anke, noch mal Robert und an Kathrin!

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Gute-Laune-Song

Werbung im Fernsehen nehme ich meist nur mit halbem Ohr und Auge wahr. Pinkel- oder Raucher-Pause sind mir meist wichtiger als die neuesten Informationen über Monatsbinden, Duftwässerchen, Österreich-Urlaube und anderem Schrott mehr.

Manches dringt dann aber doch zu mir durch, und so ging es mir mit der neuen iPod-Werbung. Oder war's das neue iPhone? Keine Ahnung. Das Produkt ist mir auch egal, ich brauch's nicht - aber die Musik war gut. Internet sei Dank findet man dann mit ein wenig Suche auch raus, was das ist, um das Stück auch einmal komplett anzuhören. Ich habe schon häufiger erlebt, dass mir ein Werbesong gefällt und ich dann, nachdem ich das Stück komplett gehört hatte, bemerkte, dass die Werbe-Fuzzis exakt die besten 20 Sekunden herausgeschnitten hatten und der Rest bestenfalls Durchschnitt war.

Dieses Mal aber nicht - das Lied gefällt mir richtig gut. Und nun weiß ich auch, was es ist: "Tongue Tied" von "Grouplove" aus dem Album "Never Trust A Happy Song". Der Albumname ist Programm - ich finde, es ist echte Gute-Laune-Musik, die zurzeit oft bei mir dudelt. Dann fühle ich mich gleich besser...


Das neue iPhone (oder war's der iPod?) kaufe ich mir deswegen noch lange nicht...

Dienstag, 20. Dezember 2011

Techniker...

Vor einigen Tagen berichtete ich hier im Blog über ein technisches Problem, das ich mit einem E-Mail-Account auf Arbeit hatte und das die Supporter zunächst nicht lösen konnten (seht ihr hier). Nun, nachdem der eigentliche Experte wieder im Hause war, wurde es recht schnell gelöst. Das war ja eigentlich zu erwarten, wurde aber trotzdem zu einer recht lustigen Angelegenheit.

Besagter Experte sah sich nämlich ein paar Minuten das Problem an (kurz zur Erinnerung: Das Programm zeigte mir neue Mails im Counter nicht mehr an, sodass ich nie wusste, in welche Ordner sie kamen), probierte einiges aus und meinte dann auf einmal: "Setzen wir den Counter doch einfach mal auf Null." Soll heißen, wir haben alle eingegangen Mails als gelesen markiert. Das geht ja ganz schnell, es gibt dafür einen Button, aber weder ich noch alle anderen Techniker haben das bisher getan oder sind auch nur auf die Idee gekommen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Ich lese natürlich alle eingehenden Mails, damit sind sie gelesen. Woran wir nicht gedacht haben, sind die Spam-Mails im Spam-Ordner, die wir selbstverständlich NICHT öffnen (und damit sind sie "ungelesen"). Aber dass das ein gutes Mittel zur Beseitigung des Problems sein sollte - wäre ich nie drauf gekommen.

Kurze Rede, langer Sinn: Nachdem wir das taten, funktionierte alles wieder! Wir mussten das Programm nicht mal neu starten! Alles in Ordnung. Und der Kommentar des Technikers? Ein lapidares "Das passiert schon mal...". Sollte das Problem noch mal auftreten, wüsste ich ja nun, was zu tun sei. Dass es überhaupt passieren kann, wurde einfach so hingenommen - kann man eben nix gegen machen.

Und schlagartig erinnerte ich mich an den alten Grundsatz: "Der Computer hilft uns, Probleme zu lösen, die wir ohne ihn gar nicht erst hätten!"

Montag, 19. Dezember 2011

"Brandt Brauer Frick" - unglaublich

Eine Besonderheit meines Haus-Radiosenders "Radio eins" ist ja, dass er unter anderem anspruchsvolle zeitgenössische Musik spielt, die irgendwie faszinierend, eigenwillig und speziell ist, die ins Ohr geht und die man eben NICHT alle Nase lang auf VIVA oder MTV hört, bis sie einem zu den Ohren rausquillt. Ein solches Beispiel hatte ich heute, als die Moderatorin im Rückblick ein Konzert in Berlin besprach und  schnell die Überzeugung brachte, dass man entweder das nächste Konzert mal besuchen möchte oder aber eine Platte kauft. Und jetzt kommt's: Es handelte sich im weiteren Sinne um Techno!

Sonntag, 18. Dezember 2011

Virtueller Einkaufsbummel

So, hab eben meine Weihnachtsgeschenke gekauft. Amazon sein dank... Es ist wirklich so: Lieber verzichte ich für mich persönlich auf was, aber Geschenke für andere sollen schon sein. Ich hoffe und denke, dass ich auch ein paar schöne Sachen gefunden haben, die auch überraschend sind. Ich frag zwar vorher, nehme das aber in der Regel nur als Anhaltspunkt. Ich weiß auch nicht, aber ein Geschenk muss auch überraschend kommen...

Schwerpunkt in diesem Jahr sind übrigens mein Bruder und seine Lebensgefährtin. Und das auch, weil die beiden im kommenden Jahr Eltern werden. Da ich das für mich selber wohl abhaken muss, dann mach ich das eben bei den beiden.

Samstag, 17. Dezember 2011

Wunsch mit Nachdruck

Der Starkult bei heutigen Teenagern kann merkwürdige Formen annehmen. Ich habe im Netz eine Meldung gefunden, dass eine 13-jährige Amerikanerin einige sehr konkrete und wertvolle Wünsche an den Weihnachtsmann gerichtet hat. Sie will unter anderem ein Blackberry, aber auch Teenie-Star Justin Bieber unterm Weihnachtsbaum finden.

So weit, so gut. Nichterfüllung kommt aber nicht in Frage, und so verlieh das Mädchen ihrem Wunsch besonderen Nachdruck. Sollte Santa Claus diese Wünsche nicht erfüllen, dann würde sie ihn umbringen, seine Rentiere jagen, kochen und an Obdachlose verfüttern. So heißt es im Wunschzettel. (Die Meldung findet ihr hier)

Jetzt frage ich mich, ob der Weihnachtsmann beim Arbeitsamt ein paar bärenstarke Bodyguards sucht, um trotzdem auf Liefertour zu gehen.

"Red-Hat 1 an Basis - das Paket wird geliefert!"

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Der Weihnachtsmann und die Air Force

Was hat die US-amerikanische Luftwaffe mit dem Weihnachtsmann zu tun? Ganz einfach: NORAD, das Nordamerikanische Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando, verfolgt jedes Jahr am 24. Dezember den Rauschebart auf seinem Weg um den Globus und zeigt den Kindern in aller Welt im Internet, wo er gerade ist.

Unglaubliche Geschichte, und eine unglaubliche Entstehung: 1955 bot ein Kaufhaus in Colorado per Zeitungsanzeige Kindern an, sie könnten den Weihnachtsmann anrufen. Dank eines Zahlendrehers in der Telefonnummer landeten die Kinder aber nicht in dem Kaufhaus, sondern beim NORAD-Vorgänger CONAD. Immerhin knallte der diensthabende Offizier, ein Colonel namens Harry Shoup, nicht sofort den Hörer auf die Gabel, sondern machte das Spiel mit und erzählte den Kleinen, er habe eben gerade im Radar gesehen, wo Santa Claus ist. Und so wurde eine Tradition geboren, die bis heute hält.

Irgendwie finde ich es ja ganz nett, dass ausgerechnet das knallharte Militär auch so etwas zu leisten vermag und dass die Soldaten (ehrenamtlich) das "Tracking Santa Claus"-Programm fortsetzen. Die entsprechende Internetseite ist auch ganz nett gemacht und am Weihnachtsabend ein schöner Spaß und Zeitvertreib. Andererseits finde ich die "Erklärung", wie das Aufspüren des Weihnachtsmann funktioniert, sehr makaber.

So soll am 24. Dezember das nordamerikanische Radarnetz den Moment ermitteln, an dem der Weihnachtsmann am Nordpol startet. Militärische Überwachungssatelliten orten Rudolfs rote Nase, die ein Infrarotsignal ausstrahlt (sic!), und kanadische sowie amerikanische F15- und F16-Düsenjäger geben dem Schlitten bei seinem Flug über Nordamerika Geleitschutz (vermutlich, damit er nicht versehentlich ins Empire State Building rasselt). Militär ist ja so cool und lieb...

Abgesehen davon finde ich die Idee richtig nett - und wenn die den Militarismus-Quark weglassen würden, wäre es einfach nur spitze...

Mittwoch, 14. Dezember 2011

"Der Hobbit" startet im nächsten Jahr im Kino


Ein Kinofilm des kommenden Jahres, dem ich schon entgegen fiebere (und den ich mir ganz, ganz sicher auch im Kino ansehen werde), ist "Der Hobbit". Peter Jackson hat endlich ein Erbarmen und dreht nach der grandiosen "Herr der Ringe" Trilogie endlich den nächste Film aus Tolkiens Sagenschatz. Besser gesagt, zwei Filme: "Der Hobbit" soll ein Zweiteiler werden. Das finde ich bemerkenswert, denn als Buch ist es ja nicht sooo dick. Aber andererseits soll Jackson angeblich in den zweiten Teil wohl auch vieles aus der Zwischenzeit zwischen "Hobbit" und "Herr der Ringe" legen, und wenn ich mir überlege, was er aus dem Satz "Sie liefen die Treppe herab" in "Die Gefährten" gemacht hat - da kann schon was passieren.

Martin Freeman als Bilbo
Ich freue mich auch darauf, neben den neuen Gesichtern auch viele alte Bekannte der "HdR"-Filme wieder zu sehen. Elijah Wood soll als Frodo wieder dabei sein, Ian Holm als alter Bilbo, Ian McKellen als Gandalf muss ja mit von der Partie sein. Warum aber auch Orlando Bloom auftauchen muss - sein Legolas kommt im "Hobbit" nicht vor und würde meiner Ansicht nach auch nicht wirklich was bringen - weiß ich noch nicht. Ich lasse mich mal überraschen, denn fairerweise gesagt war sein Auftritt in "HdR" für mich seine beste schauspielerische Leistung überhaupt. Dann gibt es natürlich viele neue Figuren, deren Besetzung mich auch schon neugierig macht. Martin Freeman, den ich in "Per Anhalter durch die Galaxis" Klasse fand, spielt den jungen Bilbo, jede Menge guter Schauspieler verbergen sich hinter dicken Zwergenmasken und sind in der Regel kaum zu erkennen (sehen aber fantastisch aus), und weil es anscheinend viel zu viele Männer im Film gibt, wurde flugs noch eine Elbin ins Drehbuch geschrieben, in deren Haut und Ohren immerhin Evangeline Lilly (aus "Lost") schlüpfen darf.

Äußerst interessant finde ich in dem Zusammenhang die Besetzung von Jed Brophy. Der spielt zwar immer mal wieder in Filmen von Peter Jackson mit, aber meist unter höllisch schweren Masken (so in "Braindead" einen zerfleischten Zombie oder in "HdR" ein paar übel entstellte Orks). In einem "Making Of" hat er sich einmal im Scherz darüber beschwert, dass er sich immer wieder von Jackson zu diesen Torturen überreden lässt. Und nun, im "Hobbit", spielt er den Zwerg Nori, und wie die Fotos zeigen, hat er damit anscheinend wieder einmal eine extrem aufwendige Maske! Immerhin darf er aber den Film überleben - Nori stirbt ja bekanntlich nicht.

Nicht die sieben, sondern die 13 Zwerge...

Wie auch immer: "Der Hobbit" ist ein Film, auf den ich mich wirklich freue!

Dienstag, 13. Dezember 2011

Verbotene Früchte schmecken am süßesten

Es gibt wohl kaum ein Thema, das derzeit so sehr die Medien und die öffentliche Meinung beherrscht wie die "Zwickauer Terrorzelle" und die Auseinandersetzung mit dem rechten Gedankengut. Politische Kommentatoren überbieten sich mit ihren Einschätzungen, Soziologen und Meinungsforscher liefern eine Erklärung nach der anderen ab, Volkes Meinung wird auch frei heraus gesagt. Es gibt Geistliche, die sich im Kampf gegen den braunen Sumpf selbst auf rechtsstaatlich dünnem Eis bewegen, Politiker, die sowieso schon alles immer besser gewusst haben, und Behörden, die sich gegenseitig die Schuld zuschieben (wobei zugegebenermaßen da einiges sehr unklar ist). Und im gesamten Blätterwald und den öffentlichen Diskussionen wird ein mögliches NPD-Verbotsverfahren von vorn bis hinten durchdiskutiert.

Zu letzterem habe ich natürlich auch eine Meinung. Und ich muss nun ziemlich vorsichtig schreiben, denn meine Meinung wird vielen sicherlich nicht gefallen.

Sonntag, 11. Dezember 2011

3. Advent

Wenigstens heute habe ich einmal daran gedacht, den Adventskranz anzuzünden. Drei Kerzen, außerdem brennen noch ein paar andere Kerzen und der Kamin. So habe ich wenigstens ein bissel weihnachtliche Stimmung. Schnee liegt nicht, sodass mein Lieblingsradiosender sich vor ein paar Tagen weigerte, Weihnachtsmusik zu spielen, die Weihnachtsplätzchen sind alle, auf die Schokolade aus dem Adventskalender habe ich keine Lust, und außerdem sitze ich hier allein rum. Nicht so schön...

Freitag, 9. Dezember 2011

Ist das peinlich

Ich lese eben gerade, dass der Münchener Langenscheidt Verlag mit einer Jury aus Jugendlichen und Journalisten nach einer Vorauswahl von 40.000 Internet-Usern das Jugendwort des Jahres gewählt hat. Es heißt "Swag" und bedeutet soviel wie "beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung". Na ja, wer's glaubt...

Der Viertplatzierte dieser Liste hat mich dann aber doch umgehauen. Nach "Epic Fail" für grober Fehler und "guttenbergen" (na klar, für "abschreiben") wurde "Körperklaus" gekürt. Laut "Stern" eine "Wortneuschöpfung für Tollpatsch und Grobmotoriker".

Jetzt frage ich mich kopfschüttelnd, wer auf die Idee kam, das wäre eine "Wortneuschöpfung". Denn "Körperklaus" haben meine Freund und ich als Teenager schon vor 25 Jahren gesagt. Also entweder hat die Jury keine wirkliche Ahnung von Jugendsprache, oder die heutige Jugend ist bei weitem nicht so cool wie sie selber gerne tut.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Eskalation im Advent

Ein Kollege fragte mich heute nach einer witzigen Nummer für eine Weihnachtsfeier. Nach etwas Überlegen fiel mir dann ein Klassiker ein, den ich immer wieder sehr gerne höre. "Stenkelfeld" ist vor allem im Norden der Republik Kult, und zu den Evergreens gehört folgende Geschichte über eine Eskalation im Advent. Der erwähnte erste Advent ist zwar nun auch schon wieder ein paar Tage vorbei, aber das macht ja nichts. Viel Spaß damit:



Mittwoch, 7. Dezember 2011

Erst lachen, dann denken...

Von all den Preisen, die so alljährlich vergeben werden, interessiert mich am meisten der "Ig-Nobelpreis". Verliehen wird er für unnütze, unwichtige oder skurrile wissenschaftliche Arbeiten. Die Wissenschaftszeitung "Nature" erklärte den Preis so, dass man erst lachen und dann darüber nachdenken sollte. Eine andere Definition lautet, dass die Entdeckung, die geehrt wird, nicht wiederholt werden kann oder noch besser nicht wiederholt werden sollte.

Es gab in der Vergangenheit schon einige interessante Preisträger. Einmal erhielt zum Beispiel Eduard Teller, der Vater der Wasserstoffbombe, den Preis für seinen unermüdlichen Einsatz, dem Wort "Frieden" eine völlig neue Bedeutung zu geben. Im vergangenen Jahr gab es den Preis unter anderem für BP, weil der Öl-Konzern den uralten Glaube widerlegte, dass man Öl nicht mit Wasser mischen kann. Andere Preise erhielten Wissenschaftler, die die Veränderungen der Druckverhältnisse in kackenden Pinguinen untersuchten, oder französische Pfadfinder, die bei einer Aktion gegen illegale Graffiti unersetzliche prähistorische Höhlenmalereien beschädigten. Alles also sehr skurrile, manchmal zynische, aber durchaus auch nachdenkenswerte und amüsante Preise.

Um so erschrockener war ich, als ich bemerkte, dass ich die Preisverleihung in diesem Jahr verpasst habe.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Pirates of the Democracy

Ich habe mir ja vorgenommen, die "Piraten-Partei" ein wenig im Auge zu behalten. Nur um zu sehen, wo die Reise hingeht. Ich muss gestehen, dass ich da immer mehr ins Grübeln komme. Bei vielem, was die Jungs und (wenigen) Mädel dort anstellen, frage ich mich: Haben die noch alle?

Bleiben wir nur mal bei "Jungs und Mädels". Ich bin wahrlich kein übermäßiger Anhänger von Frauenquoten und dergleichen mehr, aber dass es in Deutschland in Sachen Gleichberechtigung nicht überall rosig aussieht, ist auch mir völlig klar. Anders die Piraten. Fragt man die zum Beispiel, wieviel Frauen die in der Partei haben, beantworten sie die Frage nicht mit dem Hinweis: "Spielt keine Rolle, das haben wir hinter uns!" Also gibt es das Problem Gleichberechtigung für die Piraten nicht, das haben sie abgeschafft. Jedenfalls verbal. Rechnet man dagegen den Bundesparteitag hoch, können es nicht viele Frauen in der Partei sein... Wenigstens haben sie eine Bundesgeschäftsführerin.

Montag, 5. Dezember 2011

Zathura - Ein schönes Weltraum-Abenteuer


Den gestrigen zweiten Advent habe ich unter anderem damit verbracht, einen für mich recht gelungenen und zu Unrecht bei Kritik und Zuschauern durchgefallenen Sci-Fi-Fantasy-Abenteuer-Film zu sehen: "Zathura - ein Abenteuer im Weltraum" von Jon Favreau aus dem Jahre 2005. Kurz zur Handlung: Die zwei Brüder Walter (Josh Hutcherson) und Danny (Jonah Bobo) finden im Keller des Hauses ihres Vater ein Spiel namens "Zathura". Mehr aus Langeweile setzen sie es in Gang - und im Handumdrehen fliegen sie mit dem Haus durchs All, müssen sich mit Asteroiden, einem durchgedrehten Roboter, räuberischen Echsenwesen und anderen Widrigkeiten herum schlagen.  Die einzige Chance für sie, wieder nach Hause zu kommen, ist es das Spiel zu Ende zu spielen. Ihre große Schwester Lisa ("Twilight"-Schönchen Kristen Stewart) ist da keine sehr große Hilfe, eher noch der geheimnisvolle Astronaut (Dax Shepard), der ihnen vom Spiel zur Seite gestellt wird...

Sonntag, 4. Dezember 2011

Das kann ich nicht lesen

Es kommt nicht oft vor, dass ich ein Buch aus der Hand lege, weil ich es einfach nicht ertrage es zu lesen, aber dieses Mal war es soweit. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur sagen, dass ich "Die flüsternden Steine" von Mary Summer Rain nicht direkt gekauft, sondern bei einer Versteigerung im Bundle erworben habe. Trotzdem - es ärgert mich.

Dabei hätte mich der Klappentext warnen müssen, und zwar allein zwei Wörter: "esoterischer Weltbeststeller". Das zweite Wort ist für mich eh nur ein Werbewort für "will nur der Hardcorefan lesen", und das erste... nun ja. Ich habe es wenigstens versucht, aber nun will ich einfach nicht mehr.

Da werden alle zwei Seiten unheilvolle Blicke geworfen und geheimnisvolle Andeutungen gemacht. Da wird mit der Brechstange mysteriöse Stimmung verbreitet und archäologische Rätsel aus aller Welt zusammen gemanscht. Dazu kommt leider noch, dass ich das Buch schlecht geschrieben finde - irgendwie wie aus einem "Doktor Frank"-Roman. Keine Ahnung, ob es die Autorin selber war oder ob es bei der Übersetzung passiert ist. Spielt auch keine Rolle. Ich habe eine schon beinahe körperliche Abneigung gegen das Machwerk entwickelt.

Also aus der Hand gelegt und wieder etwas schön "Bodenständiges" gelesen: Stanislaw Lem und seine "Pilot Pirx"-Geschichten.

Letzteres kann ich empfehlen, vom ersteren Buch rate ich dagegen dringend ab...

Samstag, 3. Dezember 2011

Backe, Backe, Kuchen...

Alle Zutaten sind zusammen. (© Erik Nagel)

Auch wenn man allein zu Hause lebt, sollte man ein paar Gewohnheiten beibehalten, egal wie sinnlos sie für einen Single auch sind. Und so machte ich mich heute daran, Weihnachtsplätzchen zu backen. Gehört nun mal zu Weihnachten wie auch der Adventskranz (der steht zwar da, aber ich habe letzte Woche einfach vergessen, ihn anzuzünden) oder der Weihnachtsbaum (gibt's dieses Jahr bei mir nicht, ganz einfach, weil ich nichts mehr habe, was dran hängen könnte).

Erste Charge ist ausgerollt. (© Erik Nagel)

Aber Kekse wollte ich haben, und dank eines einfachen, aber lecker schmeckenden Rezeptes einer lieben Kollegin gelangen mir die Teile auch sehr gut. Problematisch ist immer nur das Probieren. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich vollgestopft, und ich bin mir unsicher, wie lange die Kekse nun eigentlich reichen. Ich wollte eigentlich noch ein paar ins Büro mitbringe. Mal sehen ob es klappt...

Fertig gebacken und seeeehr lecker... (© Erik Nagel)

Übrigens: Weil ich gerade dabei war, habe ich auch noch lecker Linsensuppe gekocht (und ich meine richtig gekocht, nicht einfach nur Dose auf und rein in den Topf...). Da erspare ich euch aber Fotos und Rezept.

Freitag, 2. Dezember 2011

Wie groß sind Katzen?

Man kann sich sicherlich kaum militantere Gegner vorstellen als Nachbarn. Konfliktpunkte gibt es zu Hauf, und wenn einem langweilig ist, dann sorgen ein handfester Streit und Gerichtsverfahren für nötige Abwechslungen. Man kann es aber auch übertreiben.

Eben gerade lese ich von einer nachbarschaftlichen Auseinandersetzung, die es durch drei Instanzen geschafft hat. Die Frage, um die es ging, war folgende: Dürfen die beiden Katzen des einen Nachbarn auch mal auf das Grundstück des anderen und dort dann was hinterlassen? Nein, sagten die ersten beiden Instanzen, denn Katzen sind größere Tiere, vergleichbar mit Schafen oder Ziegen, und daher anzuleinen bzw. in der Wohnung einzusperren. Erst die dritte Instanz stellte fest, dass die Stubentiger erstens "klein" sind - und deswegen keine Anleinpflicht besteht - und zweitens der Nachbar Besuche der Katzen in ortsüblichem Rahmen dulden muss. Demzufolge auch entsprechende Verschmutzungen - in ortsüblichem Rahmen, versteht sich. Was "ortsüblich" ist, haben die Richter aber vergessen klarzustellen, weswegen die beiden Streithähne wohl bald wieder vor Gericht auftauchen werden.

Ach ja: Entgegen der jetzt vielleicht aufkommenden Meinung, nur in Deutschland kann es passieren, dass sich drei Instanzen um Katzen des Nachbarn und deren Größe im Vergleich zu Schafen und Ziegen kümmern müssen - der Fall stammt aus Österreich. Die Ösis sind also auch nicht besser. Kann man übrigens hier nachlesen.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Braver Bürger

Regeln sind wichtig. Trotzdem geht sogar mir die Regulierungswut deutscher Behörden mitunter auf den Geist. Offensichtlich haben sich viele daran aber schon in geradezu rührender Weise gewöhnt, wie ich heute erfuhr.

Bei mir meldete sich nämlich jemand, der fragte, wo (das heißt bei welcher Behörde bzw. Amt) er das Verteilen von Werbe-Flyern für eine Sportveranstaltung anmelden und genehmigen lassen muss. Ich finde das bemerkenswert: Ein Bürger meldet sich von sich aus und fragt, wo er eine derart triviale Handlung melden muss. Er hätte ja auch das sonst übliche Verfahren anwenden können: Ich mach das jetzt einfach und guck mal, ob sich einer beschwert. Aber nein, da war nicht einmal ein leiser Zweifel. Der gute Mann war sich sicher, dass man das irgendwo und irgendwie anmelden muss - immerhin sind wir hier in Deutschland.

Richtig baff war ich dann, als meine Recherchen ergaben, dass er Recht hat: Unter Umständen braucht er wirklich eine Genehmigung. Die Begründung dafür ist schönstes Beamten-Denken. Wenn er die Flyer auf offener Straße an Passanten verteilt, nutzt er diese Straße in einer anderen, besonderen Weise, die über das hinaus geht, wozu eine Straße da ist. Und dafür braucht er demzufolge eine "Sondernutzungs"-Erlaubnis.

Auf die Regulierungswut kann man sich eben verlassen.

PS: Am witzigsten war aber die Reaktion der Beamtin, die mir die Sache erklärte. Die meinte nämlich zum Schluss: "Hätte er das nicht einfach so machen können? Kein Mensch hätte danach gefragt. Jetzt (d.h. nach seiner Frage im Amt) ist es offiziell..." Da sage noch einmal einer, Ämter WOLLEN sich überall einmischen.

Himmlisches Massaker

Sonnnenaufgang (© Erik Nagel)

"A red sun rises, blood has been spilled this night", sagt Legolas in "The Two Towers" einmal bei der Ansicht eines blutroten Sonnenaufgangs. Wenn da was dran ist, dann muss vergangene Nacht ein Massaker bei mir in der Nähe stattgefunden haben, so rot wie der Himmel heute morgen war. Das Foto hier habe ich eben gerade geschossen...

Mittwoch, 30. November 2011

Kleine Ursache, große Wirkung

Bei mir kommt es immer mal wieder vor, dass bei technischen Geräten, die ich nutze, Fehler oder Havarien auftauchen, die an sich sehr klein oder geradezu lächerlich sind, deren Behebung dann aber ganze Fachleutescharen in Bewegung halten. Ich erinnere mich zum Beispiel an ein winziges Plasteteil in meinem alten Golf, das während der Fahrt zerbrach und mich anschließend - ich war auf dem Weg nach Augsburg - geschlagene acht Stunden an einem Freitagabend auf einem ADAC-Stützpunkt bei Dessau festhielt. Dort verursachte es bei geschätzten 15 Kfz-Mechanikern Interesse, Aufregung und ungläubiges Kopfschütteln.

Die Crux lag hierbei an folgender Besonderheit: Besagtes Plasteteil sorgte dafür, dass das Schaltgestänge zwischen Schalthebel und Getriebe immer in der richtigen Position gehalten wurde. Als es zerbrach, konnte ich nur noch zwischen 3. und 4. Gang hin- und herschalten, was nicht besonders angenehm ist. Auf dem ADAC-Stützpunkt war es natürlich nicht vorhanden, wofür ich sogar Verständnis hatte. Aber auch in der direkt daneben liegenden VW-Werkstatt, die wahrlich nicht klein war, ließ sich dieses Teil nicht auftreiben. Den Grund erklärte mir der VW-Werkstattleiter, der gegen 22.00 Uhr für mich aus dem Bett geklingelt wurde, wie folgt: "Das Teil geht so selten kaputt, das brauchen wir, wenn's hoch kommt, vielleicht einmal im Jahr. Und daher wird es gar nicht erst gelagert." In diesem Moment verstand ich auch die Mechaniker, die mit Taschenlampen bewaffnet in meinem Motorblock wühlten und immer wieder riefen: "Das gibt's ja gar nicht, das habe ich ja noch nie gesehen!"

Dienstag, 29. November 2011

Was ist Gerechtigkeit?

Die Meldung eben hat mir doch ein wenig den Atem verschlagen. Anders Behring Breivik, der norwegische Massenmörder, der am 22. Juli bei zwei Anschlägen 77 Menschen umbrachte (die meisten davon Jugendliche), ist unzurechnungsfähig und kann nicht strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. So gänzlich unerwartet kommt das nicht. Alles, was der Kerl davor und danach so verzapft hat, schreit förmlich nach "Schaut alle her, was für einen ich an der Waffel habe!" Und doch kann ich das nicht so ohne weiteres hinnehmen...

Wenn man hierzulande einen Verkehrsunfall verursacht, wird man zur Verantwortung gezogen. Je nach den Ursachen, die zum Unfall führten, fällt die Strafe schwerer aus, und wer besoffen gefahren, macht sich in jedem Fall strafbar. Nun sehe ich das so: Wer besoffen ist, ist auch unzurechnungsfähig. In dem Fall wirkt das jedoch strafverschärfend. Ist man jedoch unzurechnungsfähig, plant monatelang solche Morde und führt sie dann eiskalt und berechnend durch, dann darf man nicht bestraft werden? Es tut mir Leid, aber da beißt sich was...

Ich sehe das nun nicht so, dass Breivik ungeschoren davon kommt. Vermutlich kommt er in die Psychiatrie, und wenn es ordentlich läuft, aus dieser auch nicht mehr raus. Für seine Taten - noch mal: wohl geplant und vorbereitet und durchgeführt - wird er sich jedoch nicht verantworten müssen. Da steckt immer der Hintergedanke: Der kann ja nix dafür, der ist krank.

Ich bin bestimmt kein Anhänger der biblischen Philosophie "Auge um Auge, Zahn um Zahn", aber für mich hat das nicht viel mit Gerechtigkeit zu tun. Egal ob krank oder nicht: Er hat 77 Unschuldige auf dem Gewissen, die ihm einfach in den Weg gekommen sind. Er hat nicht im Affekt gehandelt, sondern alles sorgfältig vorbereitet.

Ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, wie es in den Eltern der getöteten Jungen und Mädchen aussehen muss.

Sonntag, 27. November 2011

Das war wohl ein Fehler

Das war wohl eben ein Fehler... Heute war Weihnachtsmarkt in Premnitz, und ich habe mich von einer Freundin überreden lassen, dort am Grill vom Bürgerverein zu stehen. Nun kann ich ja so schlecht "Nein" sagen, also ließ ich mich breit schlagen.

Heute Morgen dann wachte ich um sieben Uhr fürchterlich verschnupft auf und brachte die erste halbe Stunde des Tages damit zu, mir hingebungsvoll die Lunge aus dem Leib zu husten. So ein trockener Reizhusten, kennt man ja. Ich hätte zu diesem Zeitpunkt absagen sollen, aber im Laufe des Tages ging es immer besser, und so fuhr ich schließlich doch hin.

Nun bin ich wieder zu Hause - total verfroren und kalt. Es war windig, es hat geregnet (den ganzen November hat es nicht geregnet, aber wenn ich am Grill stehe, gehen die Schleusen auf...), es war kalt. Und ich darf gar nicht daran denken, wie es mir möglicherweise morgen geht.

Chill-Out mit Klassik

Gestern Abend hatten wir so etwas wie eine Büro-Weihnachtsfeier. Die Damen im Büro, die nun mal in der Mehrzahl sind, wollte etwas Kulturelles erleben, und so trafen wir uns zuerst zu einer Kaffeetafel und dann zu einem Klavierkonzert im Schloss Ribbeck.

Dort spielte Friedrich Höricke Werke von Franz Liszt. Letzterer war einer der produktivsten, berühmtesten und umjubeltsten Komponisten und Pianisten des 19. Jahrhunderts, ersterer gilt als einer der bedeutendsten Interpreten der romantischen Klaviermusik und ebenfalls als ein extrem talentierter Pianist. So wurde es mir gesagt und erklärt und so stand es zu lesen, und ich muss es glauben: Weder bin ich kompetent genug, das einzuschätzen zu können, noch maße ich mir allein vom Hören an, ein Urteil zu bilden. Es muss aber wahr sein: Ein Bekannter von mir, den ich zufällig dort traf und von dem ich weiß, dass er Höricke persönlich nicht mag und Ahnung von Klassik hat, drehte sich einmal zu mir um und sagte anerkennend: "Das ist ein sauschweres Stück, und er spielt es Klasse!" Ich scheine also tatsächlich ein beeindruckendes Konzert der Extraklasse miterlebt zu haben.

Mittwoch, 23. November 2011

Google-Doodle für Stanislaw Lem

Das heutige Google-Doodle finde ich sehr gelungen und spaßig! Und ich kann jedem nur empfehlen, es einmal durchzuspielen (ja, es ist ein Spiel!). Sicher, man kann auch gleich auf das Fragezeichen klicken, aber so macht es mehr Spaß. Und irgendwie ist es auch am Ende lustig zu sehen, wie sich Google in Luft auflöst...

Anlass für das Google-Doodle ist übrigens der 60. Jahrestag des Erscheinens von Stanislaw Lems erstem Roman "Astronauci" oder, wie ich ihn kenne, "Der Planet des Todes". Es kam 1951 heraus, und auch wenn ich ihn natürlich erst viel später gelesen habe, ist das doch eine meine ersten Erfahrungen mit Science-Fiction-Literatur. Ich muss es etwa als sehr junger Teenie gelesen haben und fand es durchaus spannend. Später dann ging es mir wie Lem selbst. Der bezeichnete das Werk später als naiv. Dennoch kann ich ohne Einschränkung sagen, dass dieses Buch einer Gründe war und ist, warum ich heute noch Science Fiction liebe. (Übrigens: was Naivität angeht, kann die Verfilmung des Buches, der 1960 entstandene DEFA-Film "Der schweigende Stern", das alles noch um Größenordnungen übertreffen. Aber ich sehe ihn trotzdem immer wieder gern...).

Dienstag, 22. November 2011

"Nur für Erwachsene..."


Ich habe einen Lieblings-Radiosender: "Radio eins" vom RBB. Der Sender bietet mir genau das, was ich im Radio hören will: Gute Musik, gute Moderatoren, viele Informationen, viel Spaß. Die Zielgruppe von Radio ist klar definiert. Sie geht irgendwo jenseits der 20 los und endet bei den Leuten, die sich noch nicht alt fühlen. Britney Spears, Justin Bieber oder Sarah Connor wird man daher hier eher selten hören, dafür aber zum Beispiel Pearl Jam, The Clash, die Rolling Stones, aber auch Arcade Fire, Richard Ashcroft, Pink Floyd, Brian Eno, Massive Attack, Gorillaz oder Amy Winehouse. Kurz gesagt: Gute Musik, die es länger als zehn Minuten beim Publikum schafft. Konsequenterweise heißt der Slogan des Senders daher auch "Nur für Erwachsene".

Abenteuer mit Atlan

Gestern Abend vor dem Schlafen habe ich noch den letzten Rest der "Illochim"-Trilogie ausgelesen, eine Fanpro-Buchreihe, die ich allerdings - wie hier zu sehen - natürlich in der "Club"-Ausgabe von Bertelsmann habe. Ganz kurz zur Handlung: Die Autoren widmen sich in dieser wie auch der anderen Trilogien dieser Reihe einer Zeitepoche, die in der "offiziellen" Perry-Rhodan-Reihe ausgespart wurde (der große Zeitsprung zwischen Band 399 und 400) und lassen natürlich Atlan als Hauptfiguren eine Menge Abenteuer erleben. Bei "Illochim" geht es darum, dass im Rahmen von Unruhen in der Hauptstadt der Erde Terrania Artefakte gefunden werden, die aus grauer Vorzeit der Erde stammen: Offenbar hatte damals eine außerirdische Zivilisation versucht, in die Geschicke der Menschen einzugreifen und in ihrem Sinne zu beeinflussen. Atlan macht sich auf die Suche nach diesen Aliens und stößt tatsächlich auf die Spuren dieser Zivilisation, die auch nach 10.000 Jahren immer noch im Verborgenen aktiv ist...

Montag, 21. November 2011

Es weihnachtet schon ziemlich

Es lässt sich nicht leugnen: Weihnachten rückt immer näher. Im Supermarkt gibt es jetzt Adventskränze, nachdem der Stollen schon Monate in den Auslagen gestapelt ist. Kommenden Samstag habe ich meine erste Weihnachtsfeier, dazu noch mit Klassik-Konzert. Ich hab nichts gegen klassische Musik, höre sie aber, wenn überhaupt, lieber zu Hause in aller Ruhe, anstatt mich dafür in Schale zu werfen. Aber es ist eine Feier mit Kollegen, und dafür kann man das schon mal machen, denke ich. Und schlussendlich werde ich aller Voraussicht nach am Sonntag auf dem Weihnachtsmarkt in Premnitz am Grill stehen und die Weihnachtsmarktgänger mit Bratwurst, Buletten und Steaks versorgen.

Sicherstes Anzeichen ist aber der Personaldezernent unseres Hauses. Pünktlich vor dem Ersten Advent kommt er durch die Büros und versorgt die Kollegen mit Adventskalendern. Heute stand er wieder bei mir und händigte auch mir so ein Teil aus.

Ich finde, das ist eine nette Geste...

Sonntag, 20. November 2011

WALL-E - immer wieder gut


Ich habe eben im Fernsehen einen der für mich schönsten Filme überhaupt und definitiv den schönsten Computer-Animationsfilm gesehen: "WALL-E - Der Letzte räumt die Erde auf". Nach wie vor rührt mich dieser Film an, und er fasziniert mich. Auf der einen Seite ist es natürlich eine klassische Love-Story. Doch die wird so konsequent anders inszeniert und hat dabei wiederum so viele noch klassischere Momente, dass es mir immer wieder den Atem raubt.

Samstag, 19. November 2011

Gemütlich daheim


Novemberwetter, nass und kalt. Da genieße ich den Kaminofen. Schnell und schön warm und gleichzeitig auch gemütlich. Ich mag das, fühle mich dabei wirklich richtig wohl. Es gibt mir ein heimeliges Gefühl... und es spart Heizungskosten.

War eine gute Idee, das Ding rein zu stellen. Hoffe ich kann das noch lange erleben.

Freitag, 18. November 2011

Idioten auf der Straße

Ich fahre gerne Auto. Es macht mir einfach Spaß, durch die Gegend zu fahren. Ich bin aber kein Raser, lasse es lieber etwas ruhiger angehen. Der Spaß wird aber immer wieder getrübt durch die vielen Idioten, die im Straßenverkehr unterwegs sind. Und zu meinem eigenen Erschrecken stelle ich fest, dass auch ich manchmal immer aggressiver am Steuer werde.

Eben gerade komme ich von meinen Eltern nach Hause, also von Magdeburg hier zurück ins Havelland. Drängler, Raser, Lückenspringer - ich hatte wieder das volle Programm (die Nummernschilder JL und MD haben B als mieseste Autofahrer für mich schon lange überholt). Und wieder einmal habe ich mich dabei ertappt, dass ich mit den Zähnen geknirscht habe und den Vollpfosten irgendwann Paroli bieten wollte. Bloß nicht vorbeilassen oder mal ordentlich auf die Bremse treten, wenn der Hirni hinter mir fast auf der Stoßstange hockt.

Es kostet mich eine Menge Willenskraft, aber ich versuche dann mit Macht ruhig zu bleiben und meinen Stiefel weiter zu fahren. Am meisten hilft es mir, wenn ich mir vorstelle, dass all die Männer am Steuer, die fahren wie die Halbaffen, nur einen ganz kleinen Schniedel haben und daher ihr Auto als Penis-Ersatz brauchen. Und bei den Frauen, die so blöd fahren - na ja, das könnt ihr euch denken. Das funktioniert ganz gut - und natürlich die Schadenfreude, wie bei dem einen Knilch (natürlich mit MD...)  heute Abend, der unbedingt im Ort mit quietschenden Reifen an einer Ampel an mir vorbeidonnern musste und den ich dann auf den nächsten zehn Kilometern bei jeder weiteren Ampel wieder traf (im Übrigen sah der wirklich so aus, als hätte der nur einen ganz kleinen ... und Erektionsprobleme gleich mit dazu...). Da ging es mir gleich wieder besser.

Trotzdem wünsche ich mir die Zeiten zurück, wo alle ein ganzes Stück ruhiger gefahren sind.

Dienstag, 15. November 2011

Theorie und Praxis

In der Theorie bin ich wohlhabend. Meint jedenfalls das Jobcenter, das gerade ausrechnet, wie viel Unterhalt ich zahlen muss. Je nach Berechnungsweise habe ich nämlich entweder jeden Monat 50 Prozent mehr Einkommen, als ich immer dachte, oder mir steht nach Begleichung aller meiner Rechnungen etc. zehn Mal so viel Geld wie Verfügung, wie ich wirklich habe. Das haben die Leute da jedenfalls errechnet, weswegen nach deren Logik ich also Unterhalt zahlen kann und das Jobcenter demzufolge nicht in die Zahlung eintreten muss. Es bleibt ja nach den Berechnungen genug übrig, dass ich das leisten kann. Soweit die Theorie.

Die Praxis, nach der ich nun schon ein paar Monate lebe, sieht anders aus. In der Praxis komme ich nämlich gerade so über die Runden. Wenn alles bezahlt ist, auch das Essen und so, bleiben ein paar Euro übrig, mal mehr, mal weniger. Auf jeden Fall deutlich weniger als der Unterhalt, zu dem ich nach deren Meinung verpflichtet bin. Heißt aber im Umkehrschluss: Wenn ich den Unterhalt zahle, bin ich ganz schnell so pleite wie Griechenland.

Woher kommt diese Diskrepanz? Nach der einen Rechnungsmethode erkennt das Jobcenter die Belastungen, die ich durch mein Haus habe, zwar an, nimmt das gleiche Haus aber zugleich als Naturaleinkommen und addiert das zu meinem normalen Einkommen dazu. Bei der anderen wird mir anscheinend ein fiktiver (und deutlich geringerer) Wohnwert als Belastung anerkannnt, dafür aber nichts, was sonst noch mit Haus zu tun hat.

Oder kurz gesagt, das Jobcenter sagt mir durch die Blume: Verkauf doch das Haus, uns doch egal. Finde ich richtig Klasse...

Samstag, 12. November 2011

Oh mein Gott!

Nachrichten gesehen.

Oskar Lafontaine.

Sarah Wagenknecht.

Ein Paar...

Oh.

Mein.

Gott.

Danke, Manfred!

Manfred Müller
Manfred Müller (ich hoffe, er nimmt es mir nicht übel, wenn ich sein verfremdetes Konterfei hier reinstelle) hat gestern auf den Internet-Seiten des "Fandom Observer", einem fannischen Projekt, das Nachrichten, Neuigkeiten, Buchbesprechungen, Rezensionen und Reviews aus der fantastischen und Science-Fiction-Szene bringt, meinen Blog besprochen. Potswendend gingen die Zugriffszahlen in Höhe. Ich gestehe, dass ich eitel bin und mich von seinem Artikel sehr gebauchpinselt fühle. Daher an dieser Stelle herzlichen Dank an Manfred - dein Lob geht mir runter wie Öl! (Hier nachzulesen)

Freitag, 11. November 2011

In Premnitz herrscht jetzt der Karneval!

Der Bürgermeister mit dem neuen Prinzenpaar (© Erik Nagel)

So, nun ist es soweit: Pünktlich am heutigen 11.11.11 um 11.11 Uhr, einem historischen Datum, haben wir - das heißt der Premnitzer Carnevals Club PCC - die närrische Herrschaft über Premnitz übernommen. Das heißt, beinahe pünktlich. Wir kamen natürlich wieder ein bissel zu spät am Rathaus an. Zwei Bahnschranken mussten bei unserem Umzug überquert werden, Kindertagesstätte und Schule wurden auch besucht. Das läppert sich zusammen! Und auch wenn wir nicht soooo viele Teilnehmer beim Umzug waren - einen Stau haben wir verursacht wie die Großen! Bis Rosenmontag herrscht jedenfalls nun wieder Ausnahmezustand, wenn man so will.

Donnerstag, 10. November 2011

Gibt es wirklich nichts Wichtigeres?

Aus bekannten Gründen habe ich eine etwas wohlmeinendere Einstellung zur Arbeit von Parlamentariern jeglicher Couleur. Immerhin müssen sich die Leute mit vielen Dingen beschäftigen, die der breiten Volksmasse nicht immer gleich einen Sinn machen. Und der Sinn von vielem, was sie so tun, erschließt sich dem Laien ohnehin nicht gleich auf den ersten, zweiten oder gar dritten Blick. Aber was ich heute gelesen habe, da musste sogar ich sagen: Die Armen, die haben doch nun wirklich besseres zu tun...

Schauplatz Niemegk (für Ortsunkundige: ein kleines nettes Städtchen circa 90 Kilometer südwestlich von Berlin direkt an der A9). Dort haben sich die Abgeordneten in der Stadtverordnetenversammlung mit einem mehr als seltsamen Antrag zu beschäftigen. An sich etwas durchaus Ehrenwertes: Es geht nämlich um die Rehabilitierung einer zu Unrecht beschuldigten und verurteilten Bürgerin der Stadt. Das seltsame an dem Fall: Er ereignete sich vor 350 (!) Jahren, als die Frau der Hexerei beschuldigt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Als ob das nicht schon seltsam genug wäre, diskutieren die Abgeordneten der Stadt wirklich ernsthaft darüber. Und zwar nicht, ob sie es machen sollten oder nicht, sondern ob sie zuständig sind oder nicht!

Versteht mich richtig: Ich finde es aller Ehren wert, wenn heutzutage die Schuld unserer Vorfahren anerkannt und ihre Unrechturteile als solche auch benannt werden. Aber die Tatsache, dass demokratisch gewählte Volksvertreter, die - das weiß ich aus eigenem Erleben - wirklich deutlich wichtigere Sachen zu erledigen haben, sich um diese Frage einen solchen Kopf machen, die finde sogar ich, der ich bei derartigen Angelegenheiten relativ gleichmütig bin, mehr als eigenartig.

Wenn das Dinge sind, um die sich Parlamentarier im Jahre 2011 den Kopf zerbrechen müssen, dann scheint es uns ja doch sehr viel besser zu gehen als man glauben könnte...

Mittwoch, 9. November 2011

Fresse halten wäre oft besser

Eines der bekanntesten Zitate des Kabarettisten Dieter Nuhr lautet: "Wenn man keine Ahnung hat:  Einfach mal Fresse halten!" Klingt witzig. Es ist aber nur der letzte Rest eines viel längeren Zitats, und alles zusammen ist viel hintersinniger und vor allem deutlich brisanter. Das gesamte Zitat lautet nämlich: "Das ist so schrecklich, dass heute jeder Idiot zu allem eine Meinung hat. Ich glaube, das ist damals mit der Demokratie falsch verstanden worden: Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht. Es wär' ganz wichtig, dass sich das mal rumspricht: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."

Und tatsächlich könnten wir - so ist jedenfalls mein Eindruck - in Deutschland viel weiter sein, wenn wir endlich mal auf die hören, die wirklich Ahnung haben, und dorthin gehen, wo die wahren Experten sitzen. Nämlich am Stammtisch in den Kneipen, auf den Tribünen im Fußballstadion oder am Imbissstand auf dem Wochenmarkt. Wozu brauchen wir Regierungen und Experten, wenn diejenigen, die es besser wissen, jeden Tag direkt vor der Haustür auf und ab marschieren? Alles wäre doch besser, wenn wir zu den wichtigen Fragen Lieschen Müller oder Hans Schmidt zu Rate ziehen. Die wissen's doch ganz genau und vor allem besser.

Okay, damit will ich nicht sagen, dass Regierungen, Verwaltungen und Experten keine Fehler machen. Selbst Mr. Spock hat sich geirrt. Was mir aber auf den Kranz geht, ist die Art und Weise, wie sich viele Leute, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, dennoch anmaßen, alles besser zu wissen! Selbst in meinem weiteren Bekanntenkreis gibt es welche, die zu jedem Pups, der ihnen nicht passt, zum Beispiel Leserbriefe an Zeitungen schreiben und darin ihr Halbwissen in die Welt posaunen. Nehmen wir nur mal die Euro-Krise (Beklopptes Schlagwort, aber es gibt leider kein anderes). Auch da haben viele eine Meinung dazu. Zwar können sie oft nicht mal die eigenen Zinsen auf's Ersparte ausrechnen, aber sie wissen ganz genau: Das, was die EU und die Mitgliedsstaaten da machen, ist alles falsch! Und das zieht sich durch alle Bereiche: Straßenbau, Naturschutz, Sozialwesen, Schulverwaltung, Denkmalschutz - nur Nichtskönner, Versager, Lügner und Ignoranten da an der Macht, weiß der kleine Mann auf der Straße ganz genau.

Nur - wie es anders geht, das wissen diese Krakeeler auch nicht. Im Gegenteil. Wenn es darum geht, etwas zu bewegen, dann sind diese Leute meisten verschwunden (nicht immer, aber meistens). Es ist so leicht, über Abgeordnete zu lamentieren, aber mal den eigenen Arsch zu bewegen, wenn es im eigenen Ort um was geht, das geht nicht.

Diese Einstellung macht mich wütend.

Übrigens: Über meinem Schreibtisch hängt das Nuhrsche Zitat...

Dienstag, 8. November 2011

Abschied vom "Chef"

Ich habe in diesem Jahr meinen 40. Geburtstag gefeiert. Kein Alter. Ich selber fühle mich ja auch nicht mal ansatzweise so. Leider spüre ich aber dieses Alter in einer sehr unangenehmen Hinsicht immer deutlicher. In meiner Umgebung sterben immer mehr Leute, die mich ein Stück weit im Leben begleitet haben. Oder wie der Volksmund sagt: "Die Einschläge kommen näher."

Heute sehe ich in der Zeitung, dass mein früherer Chefredakteur Dr. Bernd Köllinger verstorben ist. Er wurde 67 Jahre alt. Bernd Köllinger war ein bemerkenswerter Mann. Wer ihn vor fünf oder zehn Jahren getroffen hat, hätte niemals geglaubt, dass dieser wuchtige, beinahe schon gigantische Mann einmal Balletttänzer gewesen ist. Er hatte einen Sinn für's Feinsinnige, Intelligente. Von ihm habe ich viel über die deutsche Sprache und wie man sie anwendet gelernt. Er hat auch der Zeitung, der er als Chefredakteur vorstand, eine interessante Ausprägung gegeben:  Die Skandale, Enthüllungen und schlechten Nachrichten überließ er weitgehend anderen, stattdessen berichtete er von dem, was alltäglich um uns herum vorging und was die anderen Zeitungen - eben weil sie nach Skandalen suchten - eher am Rande behandelten. Soweit ich das beurteilen kann, kam dieser Stil bei vielen Lesern sehr gut an.

Er hatte mir auch nach einer persönlich sehr schweren Phase für mich eine neue Chance gegeben, die mich letztendlich - zumindest beruflich - dahin führte, wo ich heute bin. Und er war für alle seine "Untergebenen", wenn man das so sagen kann, immer auch so etwas wie ein "väterlicher Freund". Das klingt klischeehaft, ist aber so.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Ungarn, seine Wahlheimat, die er liebte. Eine Zeit lang blieben wir noch per Mail in Kontakt, aber leider schlief das ein. Noch etwas, das ich bedauere...

Montag, 7. November 2011

"John Carter of Mars" kommt ins Kino

Ich lese ja gerne Science Fiction, und besonders haben es mir die "alten" Schinken angetan. Also gemeinhin das, was man als das "Goldene Zeitalter der Science Fiction" ansieht. Warum das so ist, kann ich nicht ganz genau sagen. Grob gesagt würde ich meinen, dass die Schriftsteller damals mehr mit Fantasie als mit Anspruch an Realitätsnähe ans Werk gegangen sind. Vieles von dem, was man heute weiß, war damals einfach nicht bekannt oder wurde bewusst oder unbewusst ignoriert. Statt dessen konzentrierten sich die Autoren mehr auf Handlung und ließen ihren Ideen freien Lauf, ohne sich um Logik und so weiter kümmern.

Außerdem liebe ich den Charme, den diese alte Sachen haben, einfach mehr als den der moderneren Varianten. So ziehe ich beispielsweise die 1953er Verfilmung von "War of the Worlds" eindeutig der von Spielberg aus dem Jahr 2005 vor. "Captain Future" gefällt mir, ob als Buch oder als Trickfilmserie, einfach toll (auch wenn ich weiß, dass vieles von dem, was darin beschrieben wird, einfach nur Quatsch ist - es ist aber gut geschriebener Quatsch!). Heinlein, Asimov, Anderson usw. - ihre alten Sachen und Frühwerke fesseln mich mehr als ihre wissenschaftlich oder philosophisch ungleich wertvolleren späteren Bücher. Kurz gesagt, ich mag einfach die Sachen, als für die Schriftsteller beim Schreiben alles möglich war und das Wort "unmöglich" keine Rolle spielte.

Von daher bin ich schon sehr gespannt auf die Verfilmung von Edgar Rice Burroughs "John Carter of Mars", die 2012 ins Kino kommen wird. Zur Erinnerung: Burroughs erfand John Carter 1911. Der war ein Veteran aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, der in einer Höhle einschläft und auf dem Mars wieder aufwacht. Wie er dorthin gekommen ist - egal. Der Mars ist bevölkert von, nun ja, Marsianern. Es gibt natürlich grüne, die aber nicht klein, sondern sechs Meter groß sind, außerdem rote, weiß, gelbe, schwarze und und und... Die meisten führen Krieg miteinander, und John Carter mischt mit auf Seiten der Mars-Prinzessin Deja Thoris... Also ein Sci-Fi-Abenteuer aus der guten alten Zeit mit allen Klischees, die man sich nur vorstellen kann. Ich finde das wundervoll...

Aus heutiger Sicht muss man natürlich sagen: Völliger Blödsinn! Wissenschaft, Technik und Forschung haben längst gezeigt, dass nichts davon auch nur ansatzweise möglich wäre. Das interessante ist aber, dass dies alles auch dem Film völlig egal ist! John Carter wacht auf dem Mars auf, wo die Marsianer leben, und verliebt sich dort in eine Prinzessin - basta! Das finde ich faszinierend, und ich freue mich wirklich darauf, ein richtig gutes altmodisches Science-Fiction-Abenteuer in moderner Aufmachung zu erleben (soll natürlich in 3D kommen).

Einen ersten Vorgeschmack gibt der Trailer:

Sonntag, 6. November 2011

Karneval - Bald geht's wieder los

In wenigen Tagen, am 11.11., beginnt die so genannte fünfte Jahreszeit oder Karneval, wie man auch sagen kann. Ich freue mich schon drauf. Es ist in jedem Jahr komisch: Bevor es wieder los geht, können wir im Verein es kaum erwarten - und wenn dann die Shows losgehen - wir machen neun im Januar und Februar - dann dauert es ungefähr bis zur Hälfte, dann sagen wir alle wieder: So jetzt könnte es wieder vorbei sein...

Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Letztens habe ich die Nummer geschrieben, die ich mit drei Freunden zusammen aufführe. Es ging flott von der Hand. Wir hatten eine gute Idee, und die ist mir dann schnell in den Computer geflossen. Es gab auch kaum Diskussionen, was ein gutes Zeichen ist. Jetzt müssen wir den Text eigentlich nur noch lernen... Und heute war Probe vom Männerballett (ja, da bin ich auch drin, nicht lachen). Und denkt bloß nicht, das ist einfach: Wir beschäftigen in diesem Jahr sogar zwei Choreographen, die uns die Schritte beibringen. Ist nicht so einfach, aber wir schaffen das.

Und bitte auch nicht über Karneval als Freizeitvergnügen lachen. Es ist zwar ein riesiger Spaß und gibt Anlass zum Feiern, das will ich nicht mal verhehlen. Es ist aber auch ein sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Und wir haben bei den Aufführungen jedes Mal um die hundert Mitwirkende, davon bestimmt dreißig unter 18 Jahren. Ich denke, das ist schon eine Leistung, so viele Leute zusammen zu bringen, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen - in unserem Falle ein Karnevalsprogramm von etwa drei Stunden Länge.

Samstag, 5. November 2011

Facebook hilft Einbrechern...

Nein, jetzt kann ich nicht mehr! Ich sehe eben gerade im Fernsehen einen neuen Trend bei Wohnungseinbrüchen: Einbrecher informieren sich vor dem Einbruch im Internet über ihre Opfer! Facebook verrät ihnen zum Beispiel nicht nur, wenn der User nicht zu Hause ist - etwa mit Posts wie "Juchu, jetzt geht's in den Urlaub!" - sondern oft auch, wo der User exakt wohnt! Google Street View zeigt die genaue Umgebung mit Anfahrts- und Fluchtwegen und so weiter. In der Folge wollen Versicherungen nun Prämien für Hausratversicherungen erhöhen, wenn der Kunde ein Facebook-Konto hat...

Ich lach mich tot...

Freitag, 4. November 2011

Endlich mal abends frei

Mir kommt gerade eben in den Kopf, dass ich heute den ersten Abend in der Woche zu Hause bin und nichts vor habe. Montag Abend war ich auf einer Halloween-Party, auf der ich ungeplant versumpfte. Dienstag Abend fand ein großes Pressetreffen statt, dass bis nach 22.00 Uhr ging. Mittwoch war es eine Vorstandssitzung vom Karnevals-Club, gestern eine Probe. Und heute...

Heute liegt mal nix an. Werde ich wohl faul auf der Couch liegen, Fernsehen gucken und ab und zu einen Scheit Holz in den Ofen legen. Ich werd's genießen.

Donnerstag, 3. November 2011

Die Post kommt "heute nicht"...

Wenn man wie ich auf dem flachen Land lebt (und ich meine flach...), dann kann es immer wieder mal passieren, dass die Post, wenn sie ein Päckchen bringt, vor verschlossener Tür steht. Ab und zu kommt es dann auch mal vor, dass die Nachbarn, die das sonst gerne annehmen, nicht da sind. In dem Fall, so ist es bei uns, kommt das Päckchen in den nächsten Post-Stützpunkt, wo ich es dann abholen kann. Zum Glück ist der auch bei uns im Ort.

Witzig daran ist folgendes: Aus mir nicht bekannten Gründen kommt dieses Päckchen nicht am Ende der Auslieferungstour in den DHL-Stützpunkt, sondern irgendwann später. Wann das passiert, weiß anscheinend nicht mal die Post selber. Jedenfalls steht auf dem Benachrichtigungsschein, mit dem ich über besagtes Päckchen informiert bin, nicht nur wo ich es kriege, sondern auch wann. Oder besser gesagt, wann ich es nicht kriege. Denn meist steht da nur drauf: "Heute nicht!"

Und das kommt jedes Mal so trocken rüber, dass ich mich nicht darüber ärgere, sondern eigentlich immer nur schmunzeln muss...

Mittwoch, 2. November 2011

Kennt ihr "Die Dandys"?

Über die Jahre hinweg habe ich immer mal wieder Leute kennen gelernt, die hart daran gearbeitet haben, um es mal zu schaffen. Und es freut mich immer wieder, wenn ich dann ein paar Jahre später erfahre, dass sie es wirklich geschafft haben. Michael Hirte zum Beispiel, der Typ mit der Mundharmonika, habe ich das erste Mal getroffen, als er noch überall gefragt hat, ob er mal mitspielen kann. Ein Jahr später war er dann in aller Munde - sozusagen.

Ein anderes super Beispiel sind "Die Dandys". Antje, Hartmut, Micha, Alf und Tommy kenne ich nun schon auch einige Jahre, nenne sie meine Freunde und habe sie immer wieder zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten spielen gehört. Als Partyband mischen sie jetzt schon ein paar Jahre unseren Karneval auf, und ich muss ehrlich sagen: Die Leute können richtig Stimmung machen! Bei ihnen habe ich aber auch mitbekommen, wie einfach vieles auf der Bühne aussieht und wie viel knallharte Arbeit dahinter steckt. Wenn Hartmut zum Beispiel voller Stolz erzählt, wie die Band in Kühlungsborn zu Silvester tausende Leute am Strand unterhalten hat, dann erwähnt er nur im Nebensatz, wie arschkalt ihnen manchmal dabei ist. Und an wie vielen Wochenenden sie im Jahr unterwegs sind, um zu spielen, das kriege ich auch immer wieder mit.

Von daher freut es mich ehrlich, als ich jetzt erfahren habe, dass "Die Dandys" kurz davor stehen, es auch zu schaffen. Letztens erzählte mir Hartmut, dass sie nun einen Musikverlag gefunden haben, der im kommenden Jahr eine CD mit ihnen produzieren will. Der erste Titel ist jetzt auch schon veröffentlicht, kann zum Beispiel bei amazon oder itunes oder Mediamarkt gekauft werden. Und dann sagte er mir noch, dass der Song - "Die Nacht von Santa Barbara" - bei SchlagerRadio.FM höchster Neueinstieg in den Charts in diesem Jahr war. Da kann die Band zu Recht stolz drauf sein! Jetzt träumen sie von ersten Fernsehauftritten im kommenden Jahr zum Beispiel im ZDF - und das ist gar nicht so weit hergeholt!

Übrigens kann man den Titel durch Voten noch weiter nach vorn bringen! Und ich bin mal so frei und stelle den Link hier rein.  Vielleicht bringt ihr meine Freunde durch eure Stimmen noch ein bissel voran. Ja, gut, okay - es ist Schlager, und wenn ich ganz ehrlich bin: Meine bevorzugte Musikrichtung ist es auch nicht. Aber ich finde, die fünf haben es echt verdient, mit ihrer Musik Erfolg zu haben. Wenn ich dabei helfen kann, tue ich es gerne. Ich gönne es ihnen wirklich!

Und wer weiß: Vielleicht kann ich in ein paar Jahren, wenn die "Dandys" die Hitparaden rocken und ihre eigene Fernsehshow haben (grins), dann auch sagen: "Die kenne ich, und ich war dabei, als sie es geschafft haben..."

Montag, 31. Oktober 2011

Auf Facebook schimpfen und bei Facebook sein?

Wie wohl die meisten Menschen nutze ich Zeitungen zum Informationserwerb. Die Anforderungen, die ich an das Medium stelle, sind dabei recht einfach: Die Informationen sollen stimmen, und sie sollen glaubwürdig sein. Das bedingt für mich zwangsläufig, dass derjenige, der bei der Zeitung schreibt, davon Ahnung hat, wovon er schreibt.

Nun erlebe ich aber bei einer lokalen Wochenzeitung hier in der Region immer wieder, dass es auch anders geht, soll heißen, dass der Redakteur sich bemüßigt fühlt, von Themen zu schreiben, von denen er keine Ahnung, aber zu denen er eine Meinung hat (die nicht immer stimmen muss). Das an sich wäre nicht schlimm, das Recht hat jeder Zeitungsschreiber zum Beispiel in einem Kommentar oder in einer Glosse. Besagter Redakteur macht das aber in seinen "informativen" Artikeln.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Moving Pictures




Ich hab hier ganz einfach mal versucht, ein kleines Video von meinem Aquarium reinzustellen. Qualität schlecht, nicht viel zu sehen, aber trotzdem. Einfach mal ein Versuch. Ich habe es mit dem Handy gemacht, aber wie man sieht... es geht so einigermaßen, gibt zumindest einen Eindruck.

Die vielen kleinen, die durch die Gegend flitzen, sind die Neons. Die beiden großen, bunten sind die Schmetterlingsbuntbarsche. Schön, nicht wahr?


Samstag, 29. Oktober 2011

Nicht vergessen

Heute Nacht wird die Uhr um eine Stunde zurück gestellt. Sommerzeit ist vorbei, wir können eine Stunde länger schlafen. Wer weiß übrigens, seit wann es die Sommerzeit gibt?

Benjamin Franklin hat die Idee zum ersten Mal aufgebracht, und zwar 1784 in einem Brief an eine Zeitung. Es war zwar vermutlich ein Scherz, aber interessanterweise aus den gleichen Gründen, warum sie später dann wirklich eingeführt: Wegen der Energie. Franklin bemängelte nämlich den Verbrauch an Kerzen...

1916 kam sie dann wirklich in Deutschland, Österreich-Ungarn und Irland. In Irland und den meisten anderen angloamerikanischen Ländern heißt sie Daylight-Saving-Time, also Tageslicht sparende Zeit, und beschreibt damit das, was eigentlich gemeint ist. Das Tageslicht sollte besser und länger ausgenutzt werden. Nun, 1919 wurde die Sommerzeit in Deutschland wieder aufgehoben und 1940 - diesmal wegen des Krieges - wieder eingeführt. Damals gab es aber keine festen Regeln, vielmehr wurde von Jahr zu Jahr die Sommerzeit durch Verordnung festgelegt. Nach dem Krieg wurden solche Verordnungen von den Besatzungsmächten festgelegt.

1980 wurde die Sommerzeit dann wieder regulär eingeführt, und wieder wurde die Energie, genauer die Energiekrise Mitte der 70er Jahre, als Begründung heran gezogen. Auch die meisten anderen Ländern der Europäischen Union folgten dem. Mit den Jahren näherten sich dann die meisten regionalen Sonderregelungen an, sodass heute die meisten Länder in Mitteleuropa die Sommerzeit haben. Auch in den USA gibt es sie (aber nicht in allen Staaten; Arizona zum Beispiel macht nicht mit...), in Kanada (auch hier Ausnahmen) und Mexiko (und auch hier Ausnahmen...), Teilen von Brasilien... Übrigens: Am Äquator und drumherum gibt es sie so gut wie nicht - warum auch? Tag und Nacht sind dort immer gleich lang...

Ob es was bringt, ist fraglich. Untersuchungen haben zum Beispiel keinen signifikanten Einfluss auf die Energiekosten in Haushalten gezeigt. Die Anpassung an die neue Zeit ist nicht immer leicht, dafür genießen viele Menschen aber im Sommer längere Abende bei Tageslicht... Was es bringt und was es schadet, weiß man also nicht genau. In erster Linie wird die Sommerzeit wohl nur noch aus Bequemlichkeit oder Tradition beibehalten. Aber warum auch nicht?

Basisdemokratie

Basisdemokratie ist im Moment ein ganz großes Schlagwort. Die Herrschenden sollen nicht mehr über die anderen so sehr bestimmen wie es bisher geschah. Das Volk will mitreden und mit entscheiden. Es gibt Parteien, die sich das in ihr Programm geschrieben haben. Klingt ja auch gut...

Wie ist die Realität? Wenn man es sich genau betrachtet, erklingt dieser Ruf immer dann am lautesten, wenn es um Dinge geht, die einem nicht gefallen. Wie der Strom aus der Steckdose kommt, ist jedem egal - aber wenn das entsprechende Kraftwerk in der Nähe gebaut werden soll, dann heißt es ganz schnell: "Hier wollen wir aber mitreden, das dürfen die da oben nicht einfach so entscheiden." Fast jeder hat heute ein Auto und fährt auf Straßen. Aber wenn eine neue gebaut werden soll, heißt es ganz schnell: "Also da wollen wir aber mitreden, wo die gebaut wird, und zwar nicht bei uns!" Oder - um bei einem persönlichen Beispiel zu bleiben - der Vorstand des Karnevalsvereins, in dem ich bin, darf natürlich solche läppischen Dinge wie Verträge mit Geschäftspartnern abschließen, Sponsoren aquirieren, Termine festlegen, Umzüge beantragen und organisieren und Rechnungen bezahlen (einschließlich der Kostümrechnungen für die Mitwirkenden) - wenn er aber beschließt, eine Nummer aus dem Programm zu streichen, heißt es ganz schnell: "Das steht ihm nicht zu, das müssen die Mitglieder alle entscheiden!"

Basisdemokratie in Reinkultur bedeutet für mich, dass alle (!) Entscheidungen von allen (!) getroffen werden. In konsequentester Umsetzung sogar einstimmig. Fassen alle keinen einstimmigen Beschluss, ist die Entscheidung auch nicht getroffen.

Ganz ehrlich? So was funktioniert nicht! Und auch wenn es mir selber manchmal nicht gefällt: Es muss jemanden geben, der Entscheidungen für alle trifft. Manchmal auch solche, die weh tun. Und es kann nicht sein, dass diese Entscheider dann nur die Entscheidungen treffen dürfen, die niemanden weh tun, und bei allen anderen wollen alle mitreden.

Sollen in Zukunft in der ganzen Bundesrepublik Volksentscheide stattfinden, wenn Kohlekraftwerke, Autobahnen, Pflegeheime, Museen oder Flugplätze gebaut werden? Soll unser Karnevalsverein jedes Mal eine Mitgliederversammlung einberufen, wenn das Aussehen der Eintrittskarte beschlossen oder der Präsident das Mandat zum Unterschreiben der GEMA-Anmeldung erhalten soll?

Man kann es auch übertreiben....

Freitag, 28. Oktober 2011

Neue Untermieter

Schmetterlingsbuntbarsch Männchen (Mikrogeophagus ramirezi) (© Erik Nagel)

Ich habe neue Untermieter in meinem Aquarium. Zwei Schmetterlingsbuntbarsche sind eingezogen. Scheue kleine Bürschchen (besser gesagt ein Bursche und ein Mädel). Ist nicht leicht, sie zu fotografieren. Sie verstecken sich gerne und sind recht flink. Und dann habe ich sie im Verdacht, dass sie genau wissen, wann ich sie ablichten will, dann flitzen sie schnell weg. Aber egal. Hier erst mal ein paar Bilder - und ich werde es weiter probieren...

Außerdem sind noch ein paar Neons dazu gekommen. Aber die habe ich schon fotografiert, daher keine weiteren Bilder - vorläufig nicht :-) .

Das Weibchen... (© Erik Nagel)

... und noch mal das Männchen (flinkes Bürschchen) (© Erik Nagel)


Donnerstag, 27. Oktober 2011

"Der Einsame der Zeit" meldet sich mal wieder

Unser Atlan...
Heute Morgen hat mich ein Freund auf einen neuen Youtube-Film aufmerksam gemacht. Hans-Joachim Thunack hat einen neuen - "ultimativen" - Trailer zu seinem "epochalen" Werk "Der Einsame der Zeit" eingestellt. Das ist eine bemerkenswerte Sache, in mehrerer Hinsicht. Der Film an sich ist etwas ganz Besonderes, der Filmemacher auch, und der Trailer sowieso. Zum einen, weil es der vierte oder fünfte ist, den allein ich kenne, zum anderen, weil er 47 Minuten lang ist. Das haben manche Filme nicht, und es lässt erahnen, wie lang der Film einmal werden wird.

Nur bin ich davon überzeugt, dass der Film niemals fertig werden wird.

Vielleicht sollte ich mal kurz was zum Film und zum Projekt selbst erklären (für die, die es nicht kennen). Den Trailer selber gibt's weiter unten.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Kein gutes Jahr

2011 ist für mich nicht gerade ein gutes Jahr. Heute kam die nächste schlechte Nachricht: Eine Tante von mir - jedenfalls sage ich Tante, die Verwandtschaft ist ein bisschen kompliziert - ist verstorben. Es war eine liebe nette alte Dame. Typische Hanseatin aus Bremen, den Menschenschlag mag ich ja sowieso. Es ist sehr traurig, dass sie nicht mehr ist.

Wie gesagt: Kein gutes Jahr...

Montag, 24. Oktober 2011

Die ersten Fische im Aquarium


So, die ersten Mieter sind in meinem Aquarium eingezogen. Hmm... Mieter ist gut. Im Prinzip haben die All-Inclusive und zahlen nicht mal was dafür. Aber egal...

Neonsalmer (Paracheirodon innesi)
(© Erik Nagel)
Ich habe mich ja für ein südamerikanisches Biotop-Becken entschieden. Vor allem, weil ich gerne Neonsalmler drin haben will. Ist vielleicht etwas gewöhnlich, aber ich mag den Fisch einfach. Er sieht toll aus (für mich jedenfalls), und im Schwarm erst recht. Es sollen mal so zwischen 20 und 30 sein, aber heute habe ich mir erst mal zehn geholt. Und dazu natürlich noch ein paar Welse, fünf Stück Schachbrett-Zwergpanzerwels, wenn ich mich nicht irre (muss ich noch mal nachprüfen). In den nächsten Tagen kommen noch ein paar Neons dazu, außerdem noch Rotflossensalmler und eventuell noch Schmetterlingsbuntbarsche. Sieht aber so schon ganz gut aus. Ich halte euch auf dem Laufenden...


Schachbrett-Zwergpanzerwels (Corydrosas habrosus) (© Erik Nagel)

Sonntag, 23. Oktober 2011

Tolles Konzert mit Abi Wallenstein und den Weedwhackers


Gestern Abend war ich mit meinem Freund Ole in Großbeeren zu einem erstklassigen Blueskonzert. Ole hatte mich spontan gefragt, ob ich Lust habe mitzukommen, und ebenso spontan habe ich zugesagt. Es hat sich ehrlich gesagt mehr als gelohnt. Zum einen traten Peter Crow C. and the Weedwhackers - die ich, zumindest in Teilen, schon mal in Milow erlebt habe, zum anderen Abi Wallenstein aus Hamburg - mit anderen Worten: deutscher Blues der Extraklasse. Ich habe es nicht im Mindesten bereut, dafür knapp 100 Kilometer hin und wieder zurück gefahren zu sein.

Das Konzert wurde vom Kulturverein Großbeeren in einem Saal über der Feuerwehr veranstaltet. Offenbar haben die Veranstalter mit weniger Gästen gerechnet, als letztlich da waren. Wir haben etwa 220 Besucher geschätzt, und damit denke ich fünfzig mehr als für den Saal eigentlich gut wären. Es wurde zum Schluss ein buchstäblich heißes Konzert: Die Luft konnte man hacken. Aber egal. Ich fand es schon mal interessant, dass ich mit meinen mittlerweile 40 Jahren deutlich zum jüngeren Bestandteil der Gästeschar gehörte.

Freitag, 21. Oktober 2011

Geniale Fotografie - "The Sandpit"

Ich bin ja wirklich kein Profi-Fotograf. Ich fotografiere meist nur so vor mich hin. Gelegentlich gelingt mir auch mal ein richtig guter Schuss, aber darüber mache ich mir beim Fotografieren nur selten Gedanken. Manchmal spiele ich an den Bildern auch herum, bearbeite sie mir "GIMP" oder "Photoshop", aber das sind wie gesagt nur Spielereien.

Was mich wirklich fasziniert, ist der so genannte "Tilt-Shift"-Effekt, der aus ganz normalen Fotos Bilder wie aus einer Miniaturlandschaft macht. Profis benutzen dafür spezielle Objektive, die ich natürlich nicht habe (sie kosten ungefähr so viel wie ein Kleinwagen). Man kann den Effekt aber auch in der Nachbearbeitung erzeugen. Der ist zwar nicht so überzeugend, funktioniert aber auch ganz gut. Ich hab das mal probiert, und es gelang mir einigermaßen. Allerdings fehlen mir die richtigen Ausgangsbilder dafür. Die müssen einige Voraussetzungen erfüllen, und da ist in meinem Fundus nicht wirklich viel zu finden. Also zeige ich lieber keines von meinen Exemplaren.

Ich habe aber vor einiger Zeit im Internet ein fantastisches Beispiel für "Tilt-Shift"-Fotografie gefunden. Der Amerikaner Sam O'Hare hat 2009 in New York im August rund 35.000 Fotos aus der Stadt gemacht und daraus einen Film angefertigt. Gut fünf Minuten lang sehen wir New York wie in einer Modelleisenbahn. Es sieht wunderschön aus. Klar, in einigen Werbungen hat man so was schon gesehen, aber dieser Film ist was ganz Besonderes. So was würde ich gerne mal hinkriegen...

Genießt es...


Mittwoch, 19. Oktober 2011

Unfassbarer Unfall - und die Moral von der Geschicht?

Diese Nachricht hat bestimmt jeder mitbekommen. Ein zweijähriges Mädchen wird in der chinesischen Stadt Foshan von einem Transporter überrollt, obwohl der Fahrer die Sache hätte bemerken müssen. Er hielt sogar  kurz an, fuhr dann aber weiter und überrollte das Kind auch mit dem Hinterreifen. Minutenlang lang das Würmchen auf der Straße, und niemand half, obwohl es genug Passanten gab. Schließlich fuhr ein zweiter Wagen über das Kind, obwohl der Fahrer garantiert sah, dass da was liegt - immerhin betätigte er sogar die Lichthupe. Wieder vergingen Minuten, in denen das Mädchen in seinem Blute lag. Erst die neunzehnte (!) Passantin half.

Ob das Kind überleben wird, ist fraglich.

Ich fühle bei solchen Nachrichten nur ohnmächtige Wut, schieres Entsetzen und grenzenlose Fassungslosigkeit. Ein Kind, das kostbarste, was es auf der Welt nur gibt, muss vermutlich sterben, weil gleichgültige, herzlose und ängstliche Mitmenschen die Hilfe verweigerten. Ja, ängstliche Mitmenschen: Offenbar wurden in der Vergangenheit in China schon selbstlose Helfer von den Unfallopfern verklagt und sogar schuldig gesprochen. Das ist keine Entschuldigung, aber es wirft einen bezeichnenden Blick auf die Gesellschaft.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Lachen mit Horst Evers

Ich liebe Horst Evers. Ich habe allerdings auch schon festgestellt, dass er nicht jedermanns Geschmack ist. Für diejenigen, die ihn nicht kennen, mal der Versuch eines Vergleichs. Stellt euch Mario Barth vor. Habt ihr's? Gut. Horst Evers ist das komplette Gegenteil. Wo Barth ruft, schreit, hüpft und Kapriolen schlägt, steht Evers meist nur ruhig hinter einem Mikro oder auch mal an einem Lesepult. Er spricht nämlich in der Regel nicht frei, sondern liest seine Stories. Muss man mal gesehen haben, dann erschließt sich schnell, warum. Und noch zwei Unterschiede zu Barth: Horst Evers hat Köpfchen, und er ist witzig.

Er bezeichnet sich nicht als Comedian oder Kabarretist, sondern als Geschichtenerzähler, was er irgendwie dazwischen ansiedelt. Seine Geschichten entstehen aus harmlosen Anfangssituationen heraus und verwandeln sich in pointierte Absurditäten. Kaum zu glauben, dass so einer in Berlin wirkt. Aber er hat eine Entschuldigung: Er stammt nicht von da, sondern aus Norddeutschland, genau aus Evershorst (so erklärt sich auch sein Künstlername...).

Seine Darstellungsform ist etwas sperrig und eben nicht für jeden Geschmack etwas. Ich kenne genügend Leute, die seinen Stil nicht mögen. Ich mag ihn aber sehr. Eine seiner schönsten Geschichten heißt "Der Appendix", die ich hier mal vorstellen möchte. Aber auch Computer-Benutzer werden zu Horst Evers' Erlebnissen mit seinem Drucker auch einiges zu sagen haben...

Ach, ich stelle einfach mal beide Geschichten hier rein...





Montag, 17. Oktober 2011

Ich hasse mein Handy

Ich war mal auf mein Handy richtig stolz. Es sieht gut aus, hat mir das geboten, was ich brauche, nämlich telefonieren, SMS schreiben und einen ganz ordentlichen Terminkalender. Mehr benötige ich nicht und mehr erwarte ich auch nicht von einem Handy. Komisch, dass es Leute gibt, die ein Handy tatsächlich auch noch zum Telefonieren brauchen, aber bei mir ist es so. Ich muss keine Fotos damit machen oder im Internet surfen oder Musik spielen oder so. Telefonieren, simsen und mal einen Termin eintragen - das war's.

Dazu kam eben das Aussehen. Ich verschweige die Marke lieber, aber es sieht dem iPhone sehr ähnlich, nur irgendwie ein wenig edler. Und zumindest ich war vom Touchscreen sehr begeistert.

Jetzt nicht mehr. Das Teil hat einen Schaden, der sich darin äußert, dass ein Teil des Touchscreens nicht mehr auf meinen Finger reagiert. Unglücklicherweise ist das der Teil, wo die Tastatur angezeigt wird. Soll heißen, ich kann kaum noch Telefonnummern eingeben, und SMS schreiben wird zu einem Geduldsspiel. Mit ein paar Tricks bringe ich das Handy ab und zu dazu, dass es die Eingaben annimmt, aber das wird immer schwieriger.

Manchmal könnte ich es auf den Boden klatschen. Eben gerade zum Beispiel. Aber ich tu's nicht. Ich versuche es in ein paar Minuten noch mal, wenn der Blutdruck wieder gesunken ist...

Sonntag, 16. Oktober 2011

Aquarium ist beinahe bezugsfertig

Pflanzen und Wasser sind drin, bald kommen Fische :-) (© Erik Nagel)

So, das Aquarium ist soweit fertig. Pflanzen und Wasser sind drin, die Technik funktioniert. Wenn ich es mir so ansehe, bin ich mir nicht sicher, ob es genug Pflanzen sind oder ob noch welche rein müssen. Andererseits wachsen sie ja noch. Ich warte erst mal ab.

So lasse ich es ein paar Tage stehen, und dann kommen Fische rein. Klingt vielleicht langweilig, aber in erster Linie sollen es Neons sein. Ich mag diesen Fisch einfach, wenn er in großen Schwärmen durch ein Aquarium zieht. Platz ist ja zum Glück da. Ich werde mir auch mal anhören, was die Leute im Laden noch empfehlen. Also dauert es aber noch ein wenig, ehe da richtig Leben drin herrscht.

Kopfweh

Gestern Abend hatte ich Besuch. Ein guter Freund kam vorbei. Wir redeten vier Stunden lang über alles mögliche: Bücher, Musik, Fotografie, Aquarium und so weiter. Ich habe es wirklich genossen. Allerdings tranken wir dabei auch das eine oder andere Bier und kippten zwei, drei Tequila. Nicht viel, würde man sagen, trotzdem habe ich heute leichtes Kopfweh. Und natürlich ist kein Aspirin oder so was im Hause.

Man wird eben alt...